Freitag, 17. Februar 2012

Nähtisch


"Oh, ein Nähtisch. So einen, wo man die Nähmaschine mit einem Mechanismus unter die Platte absenken und verstecken kann?" - Diese Frage bekam ich mehr als einmal zu hören, wenn das Gespräch auf mein aktuelles Projekt kam. "Nein, nur ein ganz normaler Tisch" - "Ach so..."

Offenbar weckt der Begriff "Nähtisch" gewisse Erwartungen. In der Tat sieht man dem Tisch seine Bestimmung nicht an, solange darauf keine Nähmaschine steht. Er sieht dann aus, als wäre er ein Schreibtisch. Doch der angedachte Zweck ist nun mal, darauf zu nähen, nichts anderes, also ist es ein Nähtisch.
Anders betrachtet ist offenkundig ein cleverer Multifunktionstisch daraus geworden, der sich ganz einfach in einen Schreibtisch umwandeln lässt: Man stellt die Nähmaschine weg, voila!

Ein erster Überblick:



Es war das für mich anspruchsvollste Projekt bislang - was ich für jedes Projekt davor eigentlich auch sagen konnte, weil so viele Projekte gab es insgesamt ja noch nicht.

Am Anfang war der Plan
Nein, warte mal, falsch, ich hatte gar keinen Plan. Ich dachte, soetwas bräuchte ich nicht, weil ich doch nach anderthalb Jahren Holzwerken schon sooo viel Erfahrung habe und sogar einen Tisch habe ich schon einmal gebaut, also wozu einen Plan? Ein wenig grübeln, ein bisschen maßstabsloses skizzieren - reicht schon, kann los gehen.
Muss ich extra erwähnen, dass das Drauflosarbeiten ohne Plan ... nun ja, wie lautet der korrekte Euphemismus? ... "optimistisch" war.
Aber dazu später noch mehr.

Das Holz
Verwendet habe ich Buche, genauer: Vagus Arcus - die Gemeine Bogenbuche.
Vorkommen: zu oft.
Eigenschaft: hinterlistige Verformung bereits abgerichteter Flächen.
Historische Bedeutung: unbearbeitet aus rohen Stücken konnte Josef Ressel seine ersten Schiffsschrauben daraus bauen; dieses Holz  inspirierte Viktor Kaplan zur Erfindung der Turbine.
Generationen von Tischlern haben dieses Holz zweckentfremdet und es zu Möbel verarbeitet. Und auch ich als Hobbyholzwerker bin diesem Irrtum aufgesessen.


Wie man sieht, war hier viel an Hobelarbeit zu leisten; die Verwerfungen in Längsrichtungen waren um keinen Deut besser. Aber es war ja nicht die überproportionale Hobelarbeit, die mich teils verzweifeln ließ, sondern der Umstand, dass ich immer hoffen musste, dass das Holz - einmal gerade gebracht - auch gerade bleiben würde.

Beispiel: fertig gebobelt (immer schön von beiden Seiten geleichmäßig abnehmen)

Danach aufgetrennt, nochmals gehobelt und verleimt. Und dann?

Man konnte dem Holz buchstäblich dabei zusehen, wie es offenbar bestrebt ist, einen Katzenbuckel zu bilden. Mit diesem Brett konnte ich nichts mehr anfangen, musste wieder von vorne beginnen und auf mehr Glück hoffen. Und das passierte nicht nur einmal. Auch einfache Leisten verzogen sich manchmal derart, dass sie nicht mehr zu gebrauchen waren.

Diese Buche stammt aus dem selben Posten einer Tischler-Insolvenzversteigerung wie die Eiche, aus der ich das PC-Gehäuse gebaut habe. Ich habe diesen Posten ungeschaut gekauft und rätsle seit dem, ob es nicht gut oder ausreichend getrocknet war/ist, ob es einfach innere Spannungen durch ungleichmäßigen Wuchs hat, oder ob es an den leider stark saisonal wechselnden Luftfeuchtebedingungen in meiner Kellerwerkstatt liegt (Sommer: 80-90%, Winter: 25-35%).

Der Korpus 
Ich begann das Projekt mit dem Schubladenkorpus. Für die Flächen sah ich Rahmen-/Füllungen vor. Ich begann mit dem Rahmen der Seitenteilen: gesägt und geschlitzt mit meiner gebastelten Vorrichtung aus Kommoden-Projekt.

Zapfen mit der Nutsäge an der Kreissäge...
...und die Schlitze dazu.

Der obere Rahmenteil sollte zudem die Aufgabe einer Gratleiste übernehmen um die Tischplatte zu halten, am Werfen zu hindern und ihr gleichzeitig das Ausdehnen/Schwinden zu erlauben. Es sollte also ein 3in1-Teil werden: Gratleiste, Zarge und Rahmenfries. Ich fand das eine effiziente Lösung und den Gedanken attraktiv.

Die Zapfen des oberen Rahmenfries konnte ich nur ansägen...
...fertig ausstemmen...
...und mit dem Schwalbenschwanzfräser zur Gratleiste umwandeln. 
Voila: Rahmen eines Seitenteils (liegend) mit integrierter Gratleiste.

Ich wollte einen schmucken Rahmen mit Profilleisten. Dafür habe ich mir einen Messersatz für meinen Universalfräskopf gekauft und los gings.
Erster Fräsgang

Nach dem dritten Fräsgang kam ein Falz dazu; dazwischen
noch  eine kleine Hohlkehle außen.
Da ich das genaue Aussehen und die genauen Abmessungen der Profilleisten nicht geplant hatte, sah ich erst zu spät, dass die Höhe der Profilleisten und die Tiefe der Nuten einen so großen Abplattfräser für die Füllungen erforderte, den ich erstens nicht habe und den ich zweitens auch nicht kaufen wollte; die Dinger gibt es nicht Schnäppchenpreisen.
Was war also meine Lösung? Ich habe die bereits gefrästen Nuten wieder mit kleinen Holzleisten verschlossen. Sinnlos verschwendete Zeit und Energie. Das kommt davon, wenn man nicht plant.

Mein Abplattfräser ist bloß ein weiterer Messersatz für den Universalfräskopf. Damit erreicht man eine sehr bescheidene Abplatttiefe. Ein bisschen mehr konnte ich herausholen durch das vertikale Führen der Füllung.
Danach wurde der Rahmen geleimt. Die Profilleisten wurden in den Rahmen eingepasst und an den Rahmen geleimt. So sieht der fertige Rahmen aus.

Die Füllung wurde im Rahmen fixiert durch kleine Leisten an der Innenseite. Diese sind an den Rahmen festgenagelt.

Nun wurden all die Leisten gearbeitet, die den Korpus einerseits zusammen halten sollen und andererseits die Gleiter, Führungsleisten und Kippleisten für die Schubladen bilden sollen. Alles soll mit Schlitzen/Zapfen bzw. Gratnuten und Schwalbenschwanzzinken zusammenhalten. Die Verbindungen an den Leisten wurden am Frästisch hergestellt.

Die Verbindungen am Korpus mit der Hand: Säge und Stemmeisen.

Nun mal alles trocken zusammen gesteckt: Alle Verbindungen passen. Da wird's einem warm ums Herz :)

Und hier noch ein kurzer Eindruck vom Verleimen, das aufgrund massiven Zwingenbedarfs nur schrittweise erfolgte.

Unter den Korpus kam noch ein Sockel, der auf Gehrung verleimt ist und zur Verstärkung (oder zumindest für meine innere Ruhe) mit einem Lamellodübel je Ecke versehen wurde.
Der Sockel ist mit dem Korpus verschraubt.
Sockel von unten, am Korpus verschraubt


Die Beine
Bei meinem ersten Tisch habe ich noch gerade Beine verwendet, schon alleine deshalb, weil ich es gar nicht anders konnte. Dieses Mal sollten die Beine mit einem sanften Schwung nach unten verlaufend schlanker werden. Gerade Beine würden nicht zum restlichen Stil passen.

Ich habe also die Tischfräse angeworfen, die mittlerweile aufgrund des Feedbacks zu meinem PC-Kommoden-Projekt für solche Zwecke mit einer Fräshaube ausgestattet ist. Fühlt sich gleich etwas sicherer an, wenn der Fräskopf nicht so offen liegt.
Ich begann an Resthölzern die Schablone anzupassen und danach die beiden Beine zu fräsen. 4 Probefräsungen verliefen problemlos, nur beim echten Werkstück verschob sich prompt ein Tischbein etwas in der Schablone und ich fräste eine unhübsche Vertiefung. Also wieder Extraarbeit, aber mittlerweile habe ich mit solchen Ausbesserungen schon ein wenig Routine...

Die Zargen
Als ich das Projekt begann, waren neben dem Korpus unter der Tischplatte noch zwei Laden nebeneinander angedacht. Als ich Korpus und Beine fertig hatte und ich einen ersten Eindruck vom Tisch bekam, wie er fertig aussehen würde, befürchtete ich, dass der Tisch mit noch zwei Laden zu schwerfällig wirken würde. Ich verwarf den Gedanken also. Dies fiel mir auch deswegen nicht schwer, weil ich beide Korpusseitenteile gleich gearbeitet hatte, also auch der innere Seitenteil bis ganz nach oben reicht. Dadurch wäre der profilierte Rahmen des Seitenteils einer Schublade im Weg. Ich hätte die Schubladen vom Korpus etwas absetzen müssen und der Korpusseitenteil der Tischinnenseite wäre oben hinter der Schublade verschwunden. Das hätte sicherlich nicht sehr harmonisch ausgesehen. Mit einem Plan wäre ich wohl früher darauf gekommen.

Es waren daher vier Zargen zu fertigen; hinten und seitlich jeweils ein, vorne zwei - eine schmucke vertikal, eine zur Verstärkung und Befestigung der Tischplatte vorne horizontal.
Die seitliche Zarge...
..und die Verbindungen zum vorderen Bein. Man sieht auch die Schlitze für die beiden vorderen Zargen. 
Verleimen. Der Korpus ist schon behandelt. Man sieht, wie stark das Öl die Buche anfeuert.
Die Schubladen
Die oberen beiden Schubladen sind lose eingeschoben und von den Holzleisten geführt. Die untere Schublade sollte einen kugelgelagerten Vollauszug (Blum Tandem) bekommen, weil sie die Nähmaschine aufnehmen sollte.
Für einen Tisch in diesem Stil kam für mich nichts anderes in Frage als Schwalbenschwanzzinkungen für die Schubladen. Ob offene oder halbverdeckte hing davon ab, ob ich den Schubladen eine aufgedoppelte Front verpassen würde oder nicht. Diese Entscheidung hatte ich bis dahin noch nicht getroffen. Es sprachen jeweils Argumente für und wider jede Variante.
Letztlich gab den, den Ausschlag, dass ich möglichst viel Tiefe für den Vollauszug nutzen wollte. Und bei einer lichten Tiefe von 453mm (die sich eher zufällig ergaben weil ich einfach mal ein Maß hinschätzte und zu werken begann) kam der Vollauszug mit 450mm am nächsten; und der ging sich nur noch mit einer separaten Front aus. Der nächstkürzere Auszug hat 420mm und ich wollte nicht 3cm verlieren. Hätte ich vorher geplant, wäre der Korpus womöglich 15mm tiefer ausgefallen.

So blieb mir also nur noch die Variante mit Schubladenfronten und daher konnte ich offene Schwalbenschanzzinken vorsehen, die ich sowohl vorne als auch an der Hinterseite der Schubladen ausführte.
Die beiden oberen Schubladen wurden völlständig per Hand gezinkt. Das funktionierte in Summe recht gut; einige kleinere Fehler bzw. Ungenauigkeiten kann ich bei meinem Erfahrungsstand verkraften.

Die untere Schublade ist insgesamt sehr hoch. Damit sie nicht schwerer als nötig und zur kistenartig wird, habe ich sie vorne höher als hinten ausgeführt.
Damit ich etwas schneller vorankam und weil ich ohnehin neugierig war, habe ich bei dieser Schublade die Zinken und Schwalbenschwänze an der Kreissäge soweit es ging gesägt.

Als ich die untere Schublade in den Auszug einpassen wollte, kam die nächste Überraschung: Die Schublade ist zu breit! Warum verflixt? Ich hatte doch die Angaben des Vollauszuges genau beachtet. Dann fiel es mir ein: ja, ich hatte alle Maße von Blum genau verwertet und den Schubladenboden millimeter genau ausgesägt.
Was ich allerdings übersehen hatte, war dass ich alle Schubladenvorderstücke in einem Zug gleich breit gesägt hatte. Und dieses Maß richtete sich an den beiden oberen Schubladen, die genau in den Korpus passen sollen. Für den Auszug war das aber zu breit. Dort stand die Schublade an der Auszugsseite an. Und da alles schon verleimt war, konnte ich die Zinken nicht mehr vertiefen. Verzweiflung machte sich kurz breit. Die große Schublade nochmals komplett neu bauen?!
Ich habe dann aber einfach die Schublade auf die Kreissäge gestellt im unteren Teil der Seitenteile quasi einen Falz angesägt. Dieser Falz reicht über die Position, wo die Nut für den Schubladenboden ist. Ist der Falz zu breit, säge ich Nut ab und der Schubladenboden hinge in der Luft. Es sich gerade so aus. Mit einem Plan wäre das wohl nicht passiert.

Waren noch die die Schubladenfronten zu fertigen. Das waren im Grunde genommen relativ einfache Arbeitsschritte.
Zuerst ein kleiner Falz...
...dann eine kleine Hohlkehle...
...und das Ergebnis.
Schwieriger war da schon das exakte Ausrichten und Befestigen der Fronten an den Schubladen.

Die Tischplatte
Die Platte habe ich nach dem Aushobeln der einzelnen Bretter stumpf verleimt. Bei meinem ersten Tisch habe ich noch einen Verleimfräser verwendet, erkannte aber keinen allzu großen Vorteil. Daher diesesmal ohne.

Ich wollte die Platte unbedingt einrahmen, vorwiegend aus optischen Gründen, damit ich auch dort ein leichte Profilierung anbringen konnte. Der Rahmen ist mit einer losen Feder mit der Platte verleimt.

Die Feder ist am Rahmenholz voll verleimt, an der Breitseite der Platte jedoch nur vorne auf den ersten Zentimetern. Damit kann die Platte in der Breite wachsen - und das wird sie wohl. Denn in meiner Werkstatt hat es seit Monaten nur noch <35% Luftfeuchte, in den letzten Wochen sogar <30%. Im Sommer werden mit der steigenden Luftfeuchte wohl auch ein paar Millimeter Breite dazukommen. Deshalb habe ich den Rahmen gleich mal etwas länger gelassen.

Nun fehlten nur noch die Nutklötzchen zur Befestigung.

An der Vorderseite wurde die Platte mit der Zarge verschraubt, wie auch am Korpus, wo die Platte auch mittels Langlöchern weiter hinten verschraubt ist.
An dieser Stelle fällt vielleicht auf, dass die Platte am Korpus nicht mit den Gratfedern verbunden ist, die ich extra so aufwendig eben dafür am Rahmen angebracht hatte. Nur habe ich während des Baus Zweifel bekommen, ob ich 3 Gratfedern (die dritte war an der Querzarge rechts gedacht)  und Gratnuten absolut parallel und gerade hin bekomme - vorallem im Hinblick auf dieses widerspenstige Holz, dem es fern stand, gerade zu bleiben. Also habe ich den fertig verleimten Korpus auf die Kreissäge gewuchtet und die Gratfeder wieder abgesägt.
Hinten rechts sieht man zwei Schrauben, die durch das Gestell hindurch das Rahmenholz der Tischplatte fixieren.
Verschraubung Korpus/Tischplatte. Die hinteren Schrauben befinden sich in Langlöchern.

Damit die Rahmenenden an der Breitseite der Platte gut halten und nicht nach außen driften (es sind ja nur die vorderen Zentimeter verleimt), habe ich die hinteren Enden durch das Tischgestell auf beiden Seiten mit einer bzw. zwei Schrauben gesichert. Das ist ungefährlich, weil auf diese Weise ja Längsholz mit Längsholz verbunden ist.

Finish
Die Behandlung erfolgte mit Leinos Hartöl. Zuvor habe ich schrittweise bis K220 geschliffen. Einem Zwischenschliff mit K320 bzw. K400 folgte der zweite und letzte Ölauftrag. Danach habe ich Möbelwachs aufgetragen und etwas (händisch) poliert. Das Ergebnis ist eine sehr glatte und angenehme Öberfläche. Diese Methode werde ich wohl noch öfter verwenden. Eine Poliermaschine wär nicht schlecht.

Galerie


Fazit / Lessons Learned

  • Baue Projekte nicht ohne Plan! Es sei denn, es sind echte Mini-Stücke oder du hast das gleiche schon zig-mal gemacht. Sonst passiert es dir, dass die Dinge nicht so aufgehen, wie du dir das gedacht hast. Irgendwo fehlt ein Zentimeter, oder ist zuviel und du kannst improvisieren. Ich hatte Glück, dass ich nirgends gröber in eine Sackgasse gewerkt habe. Ich kam immer wieder aus der Situation heraus, in die ich mich selbst mangels Plan gebracht habe.
  • Baue nicht ohne Plan! Denn dann weißt du nicht wieviel Holz du in welchen Dimensionen brauchst. Ich habe mich immer Schritt für Schritt nach vorne gearbeitet. Das ist per se ja nicht schlecht, heißt aber auch, dass ich jedes mal wieder ein Stück von der Bohle schneiden musste, hobeln, sägen, auftrennen, hobeln, Verbindungen dran machen, leimen,... und die nächste Etappe geht wieder von vorne los. Was daran schlecht ist? Gar nichts, wenn man eine riesige, professionell eingerichtete Tischlerwerkstätte hätte. Andernfalls benötigt man dreimal soviel Zeit als wenn man vorher eine komplette Stückliste hat, alles Holz auf einmal herrichtet, spricht, sägt und aushobelt; anstatt andauernd die Maschinen umzurüsten. Gerade bei diesem Projekt wünschte ich mir, ich hätte eine getrennte Abricht- und Dickenhobelmaschine.
  • Baue nicht ohne Plan! Denn du brauchst viel länger als mit. Ich habe im Spätsommer/Frühherbst 2011 damit begonnen und wollte vor Weihnachten fertig sein (insgeheim noch früher). Geworden ist es nun Februar 2012, nach sehr grob geschätzten 250 Arbeitsstunden. Ich schätze mit Plan und der Vermeidung der vielen Umwege und erzwungenen Nachdenkpausen hätte ich in zwei Drittel der Zeit geschafft (wie lange wohl ein Profi benötigen würde?).
  • Das Teuerste am Tisch waren die Beschläge (neben der überbordenden Arbeitszeit). Jeder Schubladengriff kostete etwa 30EUR. Ebenso wie der Vollauszug. Das Holz war kein Kostenfaktor (s.o. Tischlereiinsolvenz). 
  • An Holz braucht ich drei (oder waren es vier?) je 2,5m lange Bohlen. Sägerauh ca. 65mm dick, nach dem Hobeln selten mehr als 45mm. 
  • Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Fertigstellung war annähernd ein Jahr nach dem Ende meines ersten Projektes, das ja auch ein Tisch war. Ich war damals schon sehr zufrieden, und ich bin es heute wieder. Es ist für mich wieder ein Schritt weiter in Richtung traditioneller Holzprodukte, von denen ich sehr angetan bin. Das schließt für mich aber nicht die Verwendung von modernen Holzbearbeitungsmaschinen aus. Ich genieße zwar auch den Umgang mit Handwerkzeugen und die manuelle Herstellung von z.B. Holzverbindungen, aber genauso freue ich mich, wenn ich mit dem sinnvollen Einsatz von Maschinen massiv Zeit sparen kann. Schließlich will ich nicht nur ein bis zwei Stücke im Jahr bauen.
  • Ich muss noch Vieles über Stile und Proportionen lernen. Ich habe so oft sehr lange nachdenken müssen: welches Profil hier? welche Rundung/Kurve da? welcher Überstand der Tischplatte über das Gestell? Welcher Abstand zwischen den Schubladenfronten? Usw.
    Ich werde mal nach dem einen oder anderen Buch über Möbel der Gründerzeit, des Jugendstils u. dgl. Ausschau halten.
That's it. 

Kommentare:

  1. Hallo Rainer!

    Wie immer ein Wahnsinn, echt tolle Ausführung, bin begeistert.

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  2. Lieber Rainer,

    bin sowohl vom Projekt als auch von der Beschreibung wieder sehr beeindruckt. Genieße den Erfolg :-)

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  3. Richtig schönes Werkstück! Respekt. Besonders beeindruckt mich allerdings weniger die Optik, als viel mehr die ausgeklügelten und sehr exakten Holzverbindungen.

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  4. Klasse Tisch sehr schön ! Die perfekt passenden Holzverbindungen finde ich sehr beeindruckent.

    Gruss
    Andreas

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  5. Hallo Rainer! Das Ergebnis kann sich sehen lassen - gratuliere! Wünsche Dir bei Deinem Hobby weiterhin viel Spaß und Freude. Liebe Grüße
    Michael

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  6. Prima Arbeit! Ich bewundere immer wieder Deine Ausdauer.

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  7. RAINER, ich staune ECHT NICHT SCHLECHT, was Du da immer für Möbel zauberst! Die sind echt SEHHHHHRRR TOLL und unbezahlbar. Speziell aus Sicht eines ehemaligen Tischlers kann ich mit Recht behaupten, dass du in Deiner privatzeit Möbel erzeugst, die viele Profis/Tischler gar nicht mehr schaffen zu produzieren!! WEITER SOOOO LG BUCHI

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  8. Hab das Projekt erst heute gesehen.

    Das Ergebnis schaut wirklich gut aus und die Vorhergehensweise ist wirklich sehr schön dokumentiert.
    Ich finde es übrigens auch schön, das wohl nicht nur bei mir die Zeitplanung nicht immer ganz richtig ist.

    Schönen Gruß

    Martin

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  9. Über Google bin ich hier bei diesem traumhaften Nähtisch gelandet. Er ist großartig geworden, formschön und durchdacht. Meine größte Bewunderung für dieses Handwerk!

    Liebe Grüße aus Flensburg

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